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Vorschau auf das Wochenende; Magdalena Forsberg im Inte

08.03.2012, Ruhpolding / IBU Info. Dept. JK
Auf der Zielgerade in Ruhpolding
Mit dem Ende der IBU Weltmeisterschaften rücken auch die letzten Tage von Magdalena Neuners Karriere immer näher und es ist außerdem 10 Jahre seit dem Karriereende einer anderen berühmten Magdalena …Forsberg.

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Zwölf Weltmeisterschaftsmedaillen


Forsberg ist eine Biathlon-Legende. Da nun Neuners Karriere zu Ende geht, ist es eine gute Gelegenheit sich an die Schwedin Forsberg zu erinnern. Sie hat ihr Karriereende selbst bestimmt, nachdem sie viele Rekorde gesetzt hatte: fünf Jahre in Folge Gesamtweltcup-Siegerin, 12 Medaillen bei Weltmeisterschaften, davon 6 Goldmedaillen, und zwei Mal Bronze bei Olympischen Spielen. Und ganz nebenbei war sie 87 Mal auf dem Podium, darunter 42 Mal als Siegerin …nicht schlecht für eine Frau, sie erst mit 27 zum Biathlon kam! Seit ihrem Rücktritt wurde aus Forsberg eine bekannte und sehr charmante Fernsehmoderation und -Kommentatorin und Mutter.


Wolfgang Pichler



Passenderweise hat sie auch eine Verbindung nach Ruhpolding, abgesehen davon, dass sie diese Woche mit der Delegation aus Östersund in der Chiemgau Arena ist. Forsberg wurde von keinem Geringeren als dem Trainer der russischen Damen und gebürtigem Ruhpoldinger Wolfgang Pichler trainiert.


 


Biathlonworld.com TV traf Magdalena Forsberg Anfang der Saison in Östersund. Sie blickt im Video “Magdalena Forsberg: Eine Biathlon-Legende” (unten) auf Ihre Karriere zurück.


Zielgerade


Da nun sieben Wettkämpfe vorbei und sieben Weltmeisterschaftstitel vergeben sind und nur noch zwei Staffeln und Massenstarts anstehen, befinden sich die IBU Weltmeisterschaften auf der Zielgerade.


Überraschungen


Bisher gab es in fast jedem Wettkampf die eine oder andere Überraschung. Denken wir einmal an Slowenien in der Mixed-Staffel, die zwei Medaillen von Bergman, Jaroslav Soukop, Olga Vilukhina oder die vielen Erfolge der französischen Mannschaft. Es war eine Achterbahnfahrt der Gefühle für Fans und Athleten. Die nächsten beiden Tage mit den Staffeln und den Massenstarts werden sicher noch viele Erinnerungen und Überraschungen zu bieten haben.


 


Staffeln


 


Es ist schwer zu sagen, wer die Staffeln gewinnen wird, obwohl Russland und Frankreich bisher sowohl in der Herren- als auch die Damenstaffel ganz vorne sind. Auf dem Papier ist Russland mit seinen jungen Läufern wie Shipulin, Makoveev und Ustyugov sehr stark. Aber die russischen Herren haben bisher nur eine Medaille und die Ergebnisse waren durchwachsen. Die wahre Stärke dieser jungen Mannschaft wird sich erst in der Staffel zeigen. Die Franzosen werden sicherlich um Gold laufen, nach den unglaublichen Vorstellungen der Fourcade-Brüder, die zusammen zwei Mal Gold und ein Mal Silber gewonnen haben. Deutschland kommt gleich danach und könnte auch in dem Kampf um die Medaillen eingreifen, da Michael Greis nun wieder zum Duo Birnbacher/Peiffer stößt. Auch Schweden mit Bergman, Ferry und Lindström sollte man mit auf der Rechnung haben.


Die hervorragenden französischen Schützinnen haben dieses Jahr die Staffeln mit drei Podiumsplätzen dominiert. Der jeweils zweite und vierte Platz im 15-km-Einzel zeigt das Talent der beiden Maries, ihr Team anzuführen. Auch Norwegen und Russland könnten ganz vorne landen. Die Norwegerinnen haben die Geschwindigkeit und die Russinnen die breite Mannschaftsaufstellung und die Schießleistungen. Weißrussland wird auch da sein, wenn eine der vorgenannten versagt. Keiner Mannschaft ist eine Medaille in der Damen-Staffel sicher. Es wird ein Kampf bis zur Ziellinie.


Meister des Massenstarts


Wie bei allen Wettkämpfen der Herren in dieser Saison, ist kann auch der Massenstart am Sonntag von einer Vielzahl von Athleten gewonnen werden. Andi Birnbacher scheint mit zwei Siegen und einem zweiten Platz momentan so etwas wie der Meister des Massenstarts zu sein. Aber wenn es am Ende zu einem Sprint gegen Athleten wie Emil Hegle Svendsen, Martin Fourcade oder möglicherweise auch Jakov Fak kommt, könnte es schwer für ihn werden. Die Strategie und ein fast perfektes Schießen werden einen der 30 Starter zum Weltmeistertitel 2012 verhelfen. Es wird ganz eng werden.


 


Zwei Damen



Abgesehen vom gestrigen Einzelwettkampf haben Magdalena Neuner und Darya Domracheva die gesamte Saison über den Rest des Feldes dominiert. Sie sind 170 bzw. 128 vor Tora Berger im Gesamtweltcup. Beide geben einem zwar am Schießstand gelegentlich Rätsel auf, aber ihre Fähigkeiten auf der Strecke sind unvergleichlich. Der letzte Wettkampf am Sonntag sollte spektakulär werden. Neuner läuft zum letzten Mal um Gold gegen Domracheva und ihre "Niemals-Aufgeben-Mentalität". Berger scheint jetzt gut in Form und wird gefährlich sein. Das Überraschungsmoment könnte auf der Seite von Brunet oder Helena Ekholm sein, sie erlauben sich ja nur wenige Fehler am Schießstand.


Vorausblickend kann man sagen, dass diese Weltmeisterschaften nicht leise zu Ende gehen werden, sondern mit lautem und andauerndem Jubel der Fans, wenn die besten Biathleten und Biathletinnen um Medaillen kämpfen, die das Ziel für diese Saison sind. Es liegen noch drei spannende Tage in der Chiemgau Arena vor uns.


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