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Darya Domracheva ist Weltmeisterin

04.03.2012, Ruhpolding / IBU Info JK
Führung nach letztem Schießen
Darya Domracheva, die für ihre Comebacks in den Wettkämpfen bekannt ist, kann heute das wohl bisher wichtigste ihrer Karriere feiern, da sie die Führung nach dem letzten Stehendschießen im 10km-Verfolgungswettkampf der Frauen übernahm und ihren ersten Weltmeistertitel errang. Die stets fröhliche Weißrussin kam in 29:39 Minuten ins Ziel und hatte zwei Strafrunden gedreht. Silber ging an Magdalena Neuner aus Deutschland mit drei Strafrunden und 25,1 Sekunden Rückstand, während Bronze an die überraschende Olga Vilukhina aus Russland ging, die mit einem Fehler 1:15.4 Minuten zurück lag.

Copyright IBU/Ernst Wukits
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Berger auf Platz 4


Tora Berger aus Norwegen wurde vierte mit drei Strafrunden, 1:25.8 zurück. Fünfte wurde die Schwedin Helena Ekholm mit zwei Strafrunden und 1:28.3 zurück. Marie Laure Brunet aus Frankreich wurde sechste mit zwei Fehlern, 1:31.1 zurück.


Neuner und Domracheva


 Die Bedingungen im Vergleich zum Männerwettkampf hatten sich nicht großartig geändert. Der Ton des Wettkampfs war allerdings von Anfang an klar. Neuner führte, Domracheva jagte. Beim ersten Liegendanschlag blieben beide fehlerfrei. Domracheva kam Neuner auf der Strecke näher. Dann, beim zweiten Schießen, hatten beide einen Fehler und wieder änderte sich nichts. Zu diesem Zeitpunkt lag Brunet mit zwei fehlerfreien Schießeinlagen auf Platz drei. Als die beiden zum ersten Stehendschießen kamen, hatten sie eine Lücke nach hinten gerissen. Neuner schoss schnell und fehlerfrei, aber die Weißrussin verfehlte ihren zweiten Schuss und musste wieder in die Strafrunde. Brunet machte ebenfalls einen Fehler, blieb aber dritte, auch wenn sie noch weiter zurückfiel. Als die drei Frauen zur vierten Runde auf die Strecke gingen, hatte Neuner 12 Sekunden Vorsprung vor Domracheva, während Brunet 1:09 zurück lag und Vilukhina war weitere 12 Sekunden hinter ihr. Tora Berger lag ebenfalls knapp dahinter.


Fehlerfreies letztes Stehendschießen


Neuner hatte fast 30 Sekunden Vorsprung vor ihrer Rivalin als sie zum letzten Stehendschießen kam. Sie machte zwei Fehler und eröffnete Domracheva damit die Chance, in Führung zu gehen. Domracheva schoss schnell und fehlerfrei, sehr zur Freude ihres Trainers Klaus Siebert. Domracheva verließ den Schießstand mit 12 Sekunden Vorsprung vor dem deutschen Star. Domracheva erklärte: „Am Schießstand beim letzten Stehendschießen gab es nur mich und meine Scheiben, wie ein Tunnel. Ich habe nicht gewusst, was Lena geschossen hat aber als ich den Schießstand verlassen ahbe, sah ich, dass sie in der Strafrunde war. Dann wusste ich, dass ich gewinnen konnte.”


Nur fehlerfrei bleiben, um Bronze zu gewinnen


Brunet machte erneut einen Fehler, während Vilukhina alle Scheiben traf und auf den dritten Platz lief. Ekholm war ihre direkte Verfolgerin, lag aber schon über 10 Sekunden hinter ihr. Vilukhina sagte: „Ich wusste, dass ich nur fehlerfrei schießen musste bei diesem letzten Stehendanschlag, um Bronze zu gewinnen.“


 


800 Meter vor dem Ziel war der Kampf vorbei, denn Domracheva hatte ihren Vorsprung auf 17 Sekunden ausgebaut. Das Comeback Kid hatte es erneut geschafft, wie schon so oft in dieser Saison, aber dieses Mal war die Belohnung ein Weltmeistertitel.


Träume werden tatsächlich wahr


Das war der erste Weltmeisterschaftstitel für Domracheva und Weißrussland. Nachdem sie vor Freude schrie, als sie ihre Goldmedaille zum ersten Mal in der Hand hielt, sagte sie: „Träume, und Deine Träume werden wahr…Ich habe davon die ganze Woche hier geträumt und seitdem ich sechs Jahre alt war.“


Gib niemals auf


Mehrfach hinter Neuner zurückzufallen, machte ihr nichts aus, genauso wenig wie Neuner’s schnelles Schießen: “Ich habe mein Schießen nicht verändert. So lange es ein paar Sekunden sind, die man aufholen muss, gibt es immer die Chance zu gewinnen. Es war ein Rennen und man gibt nicht auf bis man im Ziel ist.“


Stolz auf drei Medaillen


Neuner war glücklich über ihre drei Medaillen, da sie nun eine in jeder Farbe hat und diese Meisterschaften immer noch mit sechs beenden kann. „Ich bin sehr stolz auf meine Medaillen…Ich habe es heute genossen, meine dritte Medaille zu gewinnen…Es gibt noch mehr Rennen und ich kann noch mehr Medaillen gewinnen. Jetzt möchte ich nur die Stimmung und die nächsten Rennen genießen.“


Eine Ehre für Vilukhina


Vilukhina’s Bronzemedaille war ihre erste Medaille in der Seniorenklasse und der erste Podestplatz in dieser Saison. Diese Saison war sie sechs Mal sechste vor dem heutigen Podestplatz. „Ich bin sehr glücklich. Ich hatte sehr stabile Ergebnisse in dieser Saison. Jetzt ist diese Medaille sehr wichtig für mich, meine erste Weltmeisterschaftsmedaille. Es ist eine Ehre für mich.“


 


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