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Heimsieg für Smith in Canmore

11.02.2012, Canmore / IBU Info TO
Sprint 1 beim IBU Cup 6
Nathan Smith hat beim IBU Cup 6 in Canmore im 10 km-Sprint der Männer für einen Heimsieg gesorgt. Er gewann mit einem Schießfehler vor Sergey Klyachin aus Russland und Martin Eng aus Norwegen. Marina Korovina aus Russland hat den ersten Sprint der Frauen bei einem IBU Cup außerhalb von Europa in 21:04.7 Minuten gewonnen. Sie blieb fehlerfrei, genau wie die anderen beiden Podestplatzierten Athletinnen, die Deutschen Carolin Hennecke und Juliane Döll, die 2.5 bzw. 9.1 Sekunden langsamer waren.

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Ein besonderer Sieg


„Das fühlt sich richtig gut an, ich trainiere hier, seitdem ich mit Biathlon angefangen habe und daher ist es etwas ganz Besonderes für mich, hier den ersten Sieg in einem IBU Wettkampf zu feiern“ erklärte der heutige Sieger im Sprint, Nathan Smith. Der Shootingstar dieser IBU Cup-Saison, der zum ersten Mal in Obertilliach auf dem Podest stand und mittlerweile fester Bestandteil des Weltcup- und WM-Teams ist, sorgte heute bei den rund 500 Fans im Stadion für Begeisterung. Er war als elfter gestartet und erklärte: „Ich wusste, dass ich auf den Skiern gut bin und dass ich aufs Podest laufen kann, wenn ich gut schieße, und das hat heute geklappt.“ Die Wartezeit bis zum Ende des Wettkampfs verbrachte er übrigens beim Auslaufen „Ich habe einfach nur gehofft, dass keiner mehr an mir vorbei kommt“ erklärte er mit einem leichten Grinsen.


Schnelle Schlussrunde


Zweiter wurde der Russe Sergey Klyachin, der vergangene Woche bei den IBU Offenen Europameisterschaften eine Bronzemedaille im Sprint gewonnen hatte. Der Russe hatte liegend einen Fehler geschossen und sich seine Kräfte heute sehr gut eingeteilt. So lag er nach dem zweiten Schießen noch auf Platz drei, überholte durch eine schnelle Schlussrunde aber den Norweger Martin Eng und lag im Ziel noch 5,5 Sekunden hinter Smith.


Norwegische Fans


Eng war heute mit seinem Ergebnis zufrieden. Er sagte: „Der Wettkampf heute war nicht nur gut, sondern großartig, kein Wunder bei dem Wetter. Ich habe schon während der EM gut geschossen und das auch heute wieder geschafft. Um zu gewinnen hätte ich heute aber null schießen müssen. Trotzdem gefällt es mir hier sehr gut, das Wetter ist super und die Leute sind sehr freundlich. Und es gibt sogar zwei norwegische Fans, zwei Mädchen, die diese Woche hier sind.“


Auf den nächsten beiden Plätzen landeten die Österreicher Friedrich Pinter mit zwei Fehlern und 33,4 Sekunden Rückstand und Michael Reiter mit ebenfalls zwei Fehlern und 33.9 Sekunden Rückstand. Alexander Zhirnyy aus Russland wurde mit einem Fehler und 34,4 Sekunden Rückstand sechster.


Korovina vor Hennecke und Döll


Im Ziel war die Siegerin im Sprint der Frauen Marina Korovina von der Anstrengung des heutigen Wettkampfs deutlich gezeichnet. Sie war als eine der letzte Athletinnen gestartet und hatte sofort die Kontrolle übernommen, verlor dann auf der letzten Runde aber 7 Sekunden auf Hennecke und blieb im Ziel minutenlang erschöpft liegen. Sie erklärte später: „Heute war es sehr schwierig, besonders das zweite Schießen, denn da war ich schon ziemlich müde und stehend schießen ist immer schwierig.“


Immer besser


Der zweite Platz ging an Carolin Hennecke aus Deutschland, die ihre Mannschaftskollegin Döll heute auf der Strecke schlug, nachdem sie bei den IBU Offenen Europameisterschaften in Osrblie noch unterlegen war. Sie sagte: „Ich hatte heute ein bisschen Angst vor dem Wettkampf, weil ich mich im Vorfeld nicht so gut gefühlt habe. Ich merke im Moment, dass das Laufen immer besser klappt und ich immer besser rein komme.“


Was will man mehr?


Döll war zwar geschlagen, freute sich aber auch über den dritten Platz: “Ich hatte liegend heute zweimal richtig Glück, dass die Scheibe noch umgeklappt ist. Ich bin auch über den dritten Platz glücklich, gerade in dieser Saison ohne Podestplätze. Dazu ist das Wetter hier ja traumhaft, nicht zu kalt und Sonnenschein, was will man mehr?“ Damit hat sie das ausgedrückt, was viele Trainer und Athleten heute am und um den Schießstand äußerten.


Vierte wurde Irina Trusova aus Russland vor ihrer Mannschaftskameradin Daria Virolaynen. Beide waren fehlerfrei geblieben, lagen aber 26.2 bzw. 41.6 Sekunden zurück. Der sechste Platz ging an Claire Breton aus Frankreich mit zwei Fehlern und 56.1 Sekunden Rückstand.


Vor den heutigen Sprintwettkämpfen wurde auch in Canmore dem tödlich verunglückten Mitglied des Technischen Komitees der IBU, Hubert Leitgeb gedacht. Beim Anschießen hielten Trainer und Athleten für eine Schweigeminute inne. Zusätzlich trugen viele Trainer, Athleten und Offiziellen Trauerschleifen im Gedenken an ihren guten Freund und Kollegen. Leitgeb war auch vielen Helfern in Canmore bekannt, war er hier doch 1994 im Teamwettbewerb Weltmeister geworden.


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